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Sabine Fritsch

 

 

Christiane Hans, Kirchenschlingel – Tagebuch eines Schäfchens, mit einem Vorwort von Michael Landgraf und Fotos von Harald Liedy, Ubstadt-Weiher (Verlag Regionalkultur) 2013, 48 Seiten, 9,00 Euro, ISBN 978-3-89735-815-7.

 

Schlingel Schäfchen, aus dem hohen Norden stammend, „von der Insel Föhr in der Nordsee“, wird von „Oma Emmi“ in die Pfalz mitgebracht und an „Mami“ verschenkt. Seither lebt er in einem Pfälzer Pfarrhaus und erkundet von dort aus den Alltag, die Kirche(ngemeinde), Gott und die Welt.

 

Da er praktischerweise zuvor schon in der Schäfchenschule war und deswegen des Lesens und Schreibens mächtig ist, vertraut er seinem Tagebuch seine neusten Erfahrungen und –  manchmal auch Abenteuer – an.

 

Ausgehend von der kleinen Welt eines Hauses, zunächst im Haushalt beginnend mit Kochen, Backen und Bügeln erobert sich das Kirchenschäfchen Stück für Stück seinen Platz im Leben, im Haus und in der Gemeinde. Irgendwann geht Schlingel dann mit zu einem Gemeindevortrag über den „Kleinen Prinzen“, zum Bauverein, ins Altenheim und in den Kindergarten, wo sich alle über seine Anwesenheit freuen. Er berichtet uns vom Kindergottesdienst und kann auch schon alleine beten. Als christliches Gemeindeschäfchen kennt er sich natürlich bald in der Kirche aus, weiß die einzelnen Einrichtungsgegenstände und kann ihre Bedeutung erklären.

 

Die kirchlichen Feste werden ihm durch den Vollzug vertraut, zuvor hat „Mami“ sie ihm längst erklärt, und wir können lesend oder hörend daran teilhaben.

 

Und Schlingel ist nicht alleine unterwegs, neben der Familie gibt es noch etliche Freunde, die Bärchen, das Äffchen, den Hund Aki; die Schildkröte Knöpfchen; den Hippo Rudi und das Wollmäuschen. Und Marie Käferchen aus Heidelberg, in die sich Schlingel verliebt, und die seine Freundin und Gefährtin wird.

 

Christiane Hans, aus einem Pfarrhaus stammend und als Pfarrfrau in einem lebend, hat ein Büchlein geschrieben für Großeltern und Eltern oder sonstige Erwachsenen, die Kindern gerne vorlesen oder sie einführen in die Welt und speziell auch in christlichen Glauben und christliches Leben. Kleine, abgegrenzte „Tagebucheinträge“ eignen sich als Gutenachtgeschichten, ermöglichen aber auch – in kleinen Portionen – die Vermittlung grundsätzlichen Wissens.

 

Die zauberhaften Bilder von Schlingel Schäfchen mit seinen Freunden bei seinen Abenteuern, fotografiert von Harald Liedy, tun ihr Übriges, um die Inhalte erklärend zu begleiten und die Betrachtenden zu erfreuen.

 

 

 


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