Kein Bild von Gott – Das Zweite Gebot

Erwägungen zu Frage 96 im Heidelberger Katechismus Frank-Matthias HofmannJohanna-Wendel-Straße 15, 66119 Saarbrücken Was will Gott im zweiten Gebot? Gott will, dass wir ihn in keiner Weise abbilden, noch ihn auf  irgendeine andere Art verehren, als er es in seinem Wort befohlen hat. Frage 97: Darf man denn gar kein Bild machen? Gott kann und darf in keiner Weise abgebildet werden. Die Geschöpfe  dürfen abgebildet werden, aber Gott verbietet, Bilder von ihnen zu machen und zu haben, um sie zu verehren oder ihm damit zu dienen. Frage 98: Dürfen denn nicht die Bilder als der „Laien Bücher“ in den Kirchen geduldetwerden? Nein; denn wir sollen uns nicht für weiser halten als Gott, der seine  Christenheit nicht durch…

Religionsfreiheit als Leitbild

Ingrid SchellhammerAhornstr. 47, 67112 Mutterstadt Carl Amery, Global Exit. Die Kirchen und der Totale Markt, München (Luchterhand Literaturverlag) 2002, 237 Seiten, 18,- €, ISBN…

Reformation und Freiheit

Fünf Thesen für das Menno-Forum in Hamburg am 19. September 2015 im Hinblickauf das Reformationsjubiläum 2017 Prof. Dr. Hans-Jürgen GoertzHexentwiete 42b, 22559 Hamburg 1.    Wenn heute landauf und landab über die Reformation gesprochen wird, geschieht dasnicht, um unserer Zeit ein wissenschaftlich korrektes  Bild von der Reformation zuvermitteln. Soweit geht die Liebe zur Geschichte in Kirche und Gesellschaft nicht. Beidesuchen gewöhnlich nach einer  „usable past“ – wenn überhaupt – einer Vergangenheit, diezu ihnen passt, nicht unbedingt auch stimmt. Und dafür gibt es einen guten Grund:Vergangenheit ist nicht nur eine Zeit, die  war, sie ist auch eine Zeit, aus der noch waswerden kann. Das führt zur ersten These: Keine Kirche hat ihre Reformation hinter sich,alle Kirchen haben ihre Reformation vor sich. „Ecclesia semper reformanda“ (die Kirchemuss  immer reformiert werden) ist übrigens ein Slogan der Reformationszeit und ruft unsauf, recht vorsichtig mit dem Begriff der Reformation  umzugehen. Niemand hatte undniemand hat die „Reformation“ im Griff – weder Martin Luther noch die Täufer, die meinten,sie hätten eine von  Luther halbherzig eingeleitete Reformation zu ihrer Vollendung geführt. Nichts davon ist vollendet, alle Kirchen arbeiten daran und warten immer  noch darauf. 2.    Auffälligerweise entspricht dem theologischen Konzept der  unfertigen Reformation diehistorische Situation. Als Graf Mirabeau 1789  die berühmte Rede vor derNationalversammlung in Paris gegen das  Ancien Régime hielt, wusste niemand, dass balddanach die Französische  Revolution ausbrechen würde. Genau so verhielt es sich mit demAnschlag  der Thesen gegen den Ablass, mit denen der junge Professor an der Wittenberger Universität zum Streit über den Handel mit dem Ablass …

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