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Manfred Roos
Breslauer Straße 26, 67806 Rockenhausen

 

 

Das iPhone als Orgel

 

Nein – ich bin nicht begeistert, wenn ich bei einem Gottesdienst ohne KirchenmusikerIn bin. Mir fehlt dann Vieles, nicht zuletzt die Zeit des Orgelvorspieles, die mir als Liturgen Zeit gibt, mich noch einmal innerlich auf das Geschehen Gottesdienst einzustimmen. Und letzten Winter, bei der Vertretung zweier Pfarrämter auf Usedom, habe ich den Dienst von Kantorinnen und Kantoren sehr genossen, die noch einmal besondere Akzente in den Gottesdiensten eingebracht und so manches musikalische Glanzlicht gesetzt haben.

 

Was aber, wenn wirklich niemand zu kriegen ist? Wie neulich bei einer Krankenhausandacht? Es gibt dort einen CD-Player. Das ist mir ein Graus. Beten, Reden, präsent sein – und dann noch beständig nervös hoffen, dass ich die richtige Nummer der Gesangbuch-CD finde und auch alles klappt... Ich weiß nicht.

 

Dann ist mir eine Idee gekommen. Seit einiger Zeit liegt bei mir im Bücherregal die CD „Lobt Gott getrost mit Singen“ (Gottesdienstinstitut Nürnberg, www.gottesdienstinstitut.org). Ich hab mir die beiden CDs mit Gesangbuchliedern, Präludien, ja dem Geläut von St. Lorenz in Nürberg also fröhlich auf meinen Mac geladen – in iTunes. Dort lassen sich „playlists“ erstellen. Also hab ich mir genau die Stücke in der richtigen Reihenfolge für den Krankenhausgottesdienst in ein solches Verzeichnis geladen. Und die Musik für den Gottesdienst auf mein iPhone übertragen. Damit war ich schon arbeitsfähig, weil das iPhone dann schon laut genug ist, um in der kleinen Kapelle und per Mikrophon und Übertragung in die Krankenzimmer für guten Klang zu sorgen. Jetzt wäre es schön, wenn ich noch einen passablen Lautsprecher hätte, dachte ich mir.

 

Und hab im Internet nachgeschaut, was es für Lautsprecher für mein iPhone gibt. Und gemerkt, dass ich schon einen besitze, den ich immer benutze, um mit MacBook Pro und Beamer Filme vorzuführen... Also gleich ausprobiert, ob das auch mit dem iPhone geht.

 

Tatsächlich, es ist recht einfach, den Logitech Z515 über Bluetooth mit dem iPhone zu verbinden (wenn auch nicht ganz so einfach, wie Apple-Geräte untereinander funktionieren; siehe: http://www.logitech.com/assets/33446/wireless-speaker-z515-ipad-pairing-addendum.pdf). Der Lautsprecher hat einen guten eingebauten Akku, der mehrere Gottesdienste übersteht. Mit dem iPhone ist es ähnlich. Es wird also kein Kabel benötigt. Die beiden Geräte alleine reichen. Also: Vor dem Gottesdienst die Geräte in Ruhe „pairen“. Zum Gottesdienstbeginn beide einschalten, den iPod im iPhone in Gang setzen – und schon kann es losgehen. Stressfrei. Und mit einem zufriedenstellenden Klang. Wenn schon Konserve, dann bitte nicht scheppernd.

 

Auch wenn das erstaunlich gut funktioniert: Siehe oben!

 

 

 


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