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Frank-Matthias Hofmann
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Vom Tuten zum Blasen

Gelungene Bläserfreizeit der Pfälzischen Posaunenarbeit in Bad Dürkheim - Höhepunkt „Appenthaler Abend"

 

Eine Freizeit für den Holz- und Blechbläsernachwuchs der Ev. Kirche der Pfalz, voll gepackt mit Musik und kinder- und jugendgemäßen Erlebnissen, hat der Pfälzische Posaunendienst vom 24.-29.Oktober im Martin-Butzer-Haus in Bad Dürkheim geboten. Landesposaunenwart Traugott Baur, der Landesobmann für Posaunenarbeit, Pfarrer Martin Anefeld, und zwölf weitere engagierte Mitarbeitende sorgten für ein abwechslungsreiches und anspruchsvolles Programm, das den sechzig teilnehmenden Kindern und Jugendlichen im Alter von neun bis 16 Jahren viel Spaß machte.  In fünf Blechbläser-, zwei Flöten- und zwei Anfängergruppen wurden Jugendliche aus der ganzen Landeskirche von qualifizierten Mitarbeitenden aus- und fortgebildet.

Im Gespräch betonte T. Baur, daß das vorrangige Ziel der Freizeiten ein offenes Angebot für alle Posaunenchöre der Pfalz und ihre Anfängergruppen sei, um Hilfestellung bei der Bläserausbildung zu bieten und gleichzeitig eine tragende Gemeinschaft erleben zu lassen. So erfuhren die Anfänger, daß sie nicht alleine stünden, sondern mit vielen anderen gemeinsam den Ausbildungsweg „vom Tuten zum Blasen" gehen. In der Regel dauert es etwa drei Jahre, bis die kleinen (und manchmal auch großen Anfänger-) Bläser befähigt sind, in den Posaunenchören vor Ort mitzuspielen. Der durchaus anspruchsvollen und schwierigen Aufgabe, bei der großen Konkurrenz im Freizeitbereich Kinder und Jugendliche im Blasen auszubilden, stellen sich nicht alle Posaunenchöre. Auch seien Fluktuation und das hohe Maß an nötiger Verbindlichkeit, das Jugendliche zum regelmäßigen Üben aufbringen müssten, zu benennende Probleme. Umso wichtiger, daß die Möglichkeit der Freizeiten des Posaunendienstes noch bewusster wahrgenommen wird, geht es doch um die musikalische Mitgestaltung von Gottesdiensten und Gemeindeveranstaltungen und auch um die Verbreitung neuen Liedgutes in der pfälzischen Landeskirche. Nachwuchs-Bläserarbeit sei so auch eine wichtige Dimension von kirchlicher Jugendarbeit.

Daß dem so ist, konnte man sich auf der Herbst-Bläserfreizeit überzeugen: Sechzig Kinder und Jugendliche hatten rund um die Uhr Programm: Mit dem morgendlichen Wecken mit Posaunen- oder Flötenklängen beginnend, folgten volle Tage mit Einblasübungen, jugendgerechten Bibel-Erlebnisstunden, Einüben von einfacheren bis schwierigeren Stücken in verschiedenen Anfänger- und Fortgeschrittenen-Gruppen. Auch wie man sein Instrument sachgerecht „duscht" und reinigt, konnte eingeübt werden. Die Freizeit kam nicht zu kurz: Ballspiele, Nachtwanderung, Schwimmen im Salinarium, Singen und Abendprogramme sorgten stets für beste Stimmung und den teilnehmenden Kindern und Jugendlichen machte es nach eigenen Aussagen riesigen Spaß. Ein Höhepunkt war der  kreative „Appenthaler Abend", der von Mitgliedern des Appenthaler Posaunenchors gestaltet wurde und die „Kapelle" in ein Holzfällercamp verwandelte, in dem eingeteilte Gruppen verschiedene Aufgaben zu erfüllen hatten, um ein „Waldarbeiterdiplom" erhalten zu können.

Krönender Abschluss war das öffentliche Vorspiel in der Bad Dürkheimer Burgkirche am 29. Oktober, an dem auch Eltern und Verwandte der Teilnehmenden sowie Freunde des Posaunendienstes teilnahmen. Hier wurde gezeigt, was in dieser Woche alles einstudiert worden ist - von ganz einfachen Melodien der Anfänger, die zweistimmig spielen konnten, bis hin zu anspruchsvollerer Literatur der Fortgeschrittenen.

In jedem Jahr finden drei Freizeiten des Posaunendienstes statt, in den Oster- und Herbstferien im Martin-Butzer-Haus und in der letzten Sommerferienwoche ein Bläserzeltlager im Kirschtal. Die nächste, landeskirchenweit ausgeschriebene Freizeit für Kinder ab neun Jahren findet  in der zweiten Osterferienwoche 2006 in Bad Dürkheim statt. Interessierte können sich an Landesposaunenwart T. Baur unter Tel. 06321-968781 oder e-mail: mailto:pfaelz.posanenarbeit@t-online.de wenden. Dort sind auch stets aktualisierte Einladungsflyer zum Verteilen an interessierte Kinder in den Kirchengemeinden erhältlich.




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